6. Bundeskongress Gender-Gesundheit

19. Mai 2026

in Berlin

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Am Gendarmenmarkt | Jägerstraße 22/23 10117 Berlin

9:00 Uhr bis 17:30 Uhr

 

Das Institut für Gender-Gesundheit e.V. richtet zusammen mit dem iX-Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung seinen sechsten BundesKongress GenderGe- sundheit aus.

 

Seit dem ersten BundesKongress GenderGesundheit 2013 hat die Forschung im Bereich der Gendermedizin weitere Indikationen in den Fokus genommen – das ehemalige „Nischenthema“ ist seit Jahren fester Bestandteil in der Fachpresse, den Publikumsmedien und der gesundheitspolitischen Diskussion und findet damit Eingang in die Koalitionsverträge der jeweiligen Regierungen. Mit dem fünften BundesKongress GenderGesundheit 2025 wurde der Status Quo in Forschung und Versorgung verortet.

 

Der sechste BundesKongress GenderGesundheit 2026 möchte nun die für das Gesundheitssystem zentrale Aufgabe der Vermeidung von Krankheit in den Fokus nehmen. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwieweit geschlechterspezifische Aspekte für eine erfolgreiche Prävention zu berücksichtigen sind, um mögliche Effizienzreserven zu heben und gleichzeitig die Versorgung zu verbessern.

Was erwartet Sie?

9:00 Uhr: Einlass und Anmeldung
10:00: Kongresseröffnung
10:30 - 12:30 Uhr: Einblicke & Diskussionen zum aktuellen Stand der Gendermedizin und Forschung:


  • Prof. Dr. Gertraud Stadler
    Geschlechterforschung in der Medizin | Charité Berlin

    Geschlechterunterschiede in der Prävention

  • Prof. Dr. Ute Seeland
    Gendersensible Medizin und Prävention | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

    One size fits all? - Geschlechterspezifische Unterschiede und vulnerable Lebensphasen

  • Prof. Dr. Sylvia Thun
    Berlin Institute of Health | Charité Berlin

    Digitalisierung & KI - geschlechterspezifisch gestalten

  • Prof. Dr. Claudia Schmidtke
    Universitäres Herzzentrum Lübeck | Patientenbeauftragte der Bundesregierung a.D.
    Altern und Geschlecht?

  • Prof. Dr. Volker Amelung & Sophia Sgraja, M.A.
    Medizinische Hochschule Hannover

    Geschlechterspezifische Versorgung - eine Effizienzreserve?

 

12:30 - 13:00 Uhr: Mittagspause | Posterausstellung

 

13:30 - 15:00 Uhr: Workshops:

  • Warum Frauen häufiger von Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen betroffen sind.

PD Dr. med. Matthias Grothe

Universitätsmedizin Greifswald, Klinik für Neurologie

 

Prof. Dr. med. Sarah Hoffmann

Charité Berlin, Klinik für Neurologie und Experimentelle Neurologie

 

Mit besonderem Fokus auf Multiple Sklerose und Myasthenia gravis gibt dieser Workshop spannende Einblicke in die geschlechterspezifischen Aspekte von Autoimmunerkrankungen bieten. Welche Hürden erleben Frauen bei der Diagnosestellung? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es und wie können diese z.B. mit der Familienplanung in Einklang gebracht werden? Wo muss angesetzt werden, um die Versorgungsrealität von Betroffenen zu verbessern?

 

  • Hormon-Alarm M/W: Wenn Östrogen & Testosteron aus dem Gleichgewicht geraten.

Prof. Dr. med. Michael Zitzmann

Universitätsklinikum Münster, Klinische Andrologie des Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie

 

Priv.-Doz. Dr. Maike Henningsen

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin

 

In diesem Workshop werden die Hintergründe und Auswirkungen hormonaler Veränderungen bei Mann und Frau beleuchtet. Das Absinken des Östrogen- oder Testosteronspiegels mit dem Alter kann verschiedenste gesundheitliche Folgen haben, wie Abgeschlagenheit oder ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Dennoch sind diese Zusammenhänge noch nicht weitläufig bekannt.

 

  • Gewalt gegen Frauen – Welche Rolle spielen toxische Männlichkeitsvorstellungen und was können wir präventiv dagegen tun?

Björn Süfke

Männerberater und Autor

 

Toxische Männlichkeitsbilder und Rollenstereotypen erhöhen das Risiko männlichen Gewaltverhaltens drastisch. Betroffen sind davon größtenteils Frauen und Mädchen. Dieser Workshop betrachtet wo in Bildung und Prävention angesetzen muss, um diese Denkweisen aufzubrechen.

15:00 - 15:30 Uhr: Kaffeepause

 

15:30 - 16:30 Uhr: Berichte aus den Workshops

 

16:00 - 17:30 Uhr: Podiumsdiskussion:

Prävention und Geschlecht - Wie lassen sich Effizienzreserven heben?

 

Keynote: Dr Thomas Solbach | Strategy& Germany

 

  • Andrea Galle | Vorständin mkk – meine krankenkasse
  • Dr. Ute Teichert | Teichert Consulting UG/ Ministerialdirektorin a.D.
  • Prof. Dr. Clarissa Kurscheid | figus GmbH Priv. Forschungsinstitut für Gesundheits- und Systemgestaltung
  • Dr. Katharina Bruderek | Leitende Werksärztin | SG-2 / Gesundheitswesen & -management | VOLKSWAGEN
  • Meghan Lawrence | Studentin der Gesundheitskommunikation | Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. 

Informationen zur Teilnahmegebühr erhalten Sie bei der Anmeldung. Anmeldeschluss ist der 11.05.2026